Die Grünen-Radtour entlang der 46 Kilometer langen Leimbachroute, zu der die beiden Landtagsabgeordneten Manfred Kern (Schwetzingen) und Hermino Katzenstein (Sinsheim) eingeladen hatten, führte den halben Samstag lang von Sinsheim durch idyllische Dörfer im Kraichgau und Städte wie Wiesloch, Leimen und Schwetzingen bis nach Brühl.

Bis zur Mündung des Leimbachs am Naturschutzgebiet Schwetzinger Wiesen und den Anglerseen vorbei in den Rhein, reichte es aber nicht. Die Entdeckungsreise durch Kurpfalz und Metropolregion Rhein-Neckar fand unter der fachkundigen Führung von Horst Krayer vom Radsportverein Kurpfalz statt. Start war am Vormittag am Bahnhof Sinsheim-Hoffenheim. Auf der gut ausgeschilderten und meist abseits verkehrsreicher Straßen verlaufenden Strecke gibt es besondere Orte zu entdecken. Informationstafeln erläutern Themen wie Gewässer, Landschaft und Heimatgeschichte.

Spontan dazu gesellt

Die im Mai 2015 eröffnete Leimbachroute führt aber vor allem im mittleren Abschnitt nur selten an den Bach heran. Das Freizeit- und Tourismusprojekt der Gemeinden Sinsheim, Dielheim, Wiesloch, Nußloch, Leimen, Sandhausen, Oftersheim, Schwetzingen, Ketsch und Brühl gemeinsam mit dem Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim wird vom Verband Region Rhein-Neckar unterstützt.

Über Dielheim, mit dem ersten Leimbachblick und der alten Bahntrasse Wiesloch-Meckesheim, ging es durch die Wieslocher Altstadt. Mit dabei im Tross der Leimbach-Radler waren auch die beiden Bundestagskandidaten der Grünen, Dr. Danyal Bayaz (Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen) und Memet Kilic (Wahlkreis Rhein-Neckar) sowie Grünen-Kreisvorstand Max Himberger.

Eine erste Verschnaufpause mit Einkehr fand in der Metropolis Lounge am S-Bahnhof Walldorf-Wiesloch statt. Gut zwei Dutzend Teilnehmer waren zu diesem Zeitpunkt dabei. Einige fuhren nur Etappen mit. Bei der ersten Rast traf Dr. Danyal Bayaz noch seinen ehemaligen Mathe-Lehrer vom Heidelberger Bunsen-Gymnasium wieder. Gunnar Unbehaun gesellte sich für die Grün-Alternative Liste Leimen hinzu.

Der Leimbach zwischen Wiesloch und Oftersheim soll in nächster Zeit mit Hilfe einer Hochwasserschutzkonzeption an einigen Stellen umgestaltet werden. Dann könnte die Route auch näher an den Bach rücken. Bei Leimen liegt ein Verteilerwehr, das bei Hochwasser Wasser aus dem Leimbach in den Hardtbach leitet, um die Gemeinden vor Überschwemmungen zu schützen.

Jagdpächter als Experte dabei

Entlang der Tongrube Nußloch führte der Weg durch das Naturschutzgebiet „Nußlocher Wiesen“. Selbstverständlich wurden immer wieder „grüne“ Themen angesprochen. Im Fokus waren auch die Bereiche Landwirtschaft, Jagdrecht und Wildschweinpopulation.

Mit Hartmut Erny vom Pferdeland Kollerinsel, selbst Jagdpächter, hatten die Grünen einen ausgewiesenen Landschaftsexperten dabei. Der Abschnitt zwischen Nußloch und Schwetzingen führt fast nie am Leimbach entlang. Dafür ging es auf der Tour an der Sandhausener Düne, dem Umweltschutzprojekt der Mülldeponie Feilheck mit Solarzellen und Ziegenbeweidung und am parallel mit dem Leimbach verlaufenden Landgraben vorbei in Richtung Oftersheim. Ohne Leimbach gäbe es kein Schloss in Schwetzingen. Das zeigt auch das historische Wasserwerk. Hinter dem Schloss führte die Strecke über die Ketscher Felder in Richtung Brühl.

„Tolle Entdeckungsreise“

Den gemütlichen Ausklang machte die grüne Radlergruppe in der Pizzeria Pina am Schwetzinger Stadion. Organisator Manfred Kern, der tags zuvor seinen 59. Geburtstag gefeiert hatte, war mehr als zufrieden mit dem Verlauf: „Eine tolle Entdeckungsreise“. Bundestagskandidat Dr. Danyal Bayaz zeigte sich ebenfalls begeistert: „Eine super Tour und genau der richtige Auftakt für den Wahlkampfsommer. Auch in unserer wirtschaftlich starken Region gibt es noch idyllische Rückzugsgebiete für die Menschen“, stellte er fest.

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